Über das Projekt maxhütte360

Das hier vorgestellte Projekt ist als praktischer Teil im Rahmen der Bachelorarbeit von Sebastian Keck entstanden. Er ist Absolvent des Bachelor Studiengangs Medientechnik und -produktion an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf. Die Bachelorarbeit trägt den Titel:

 

„Interaktive HDR Panoramafotografie mit Entwicklung und Umsetzung der Website maxhütte360.de unter Berücksichtigung von mobilen Endgeräten“

 

Durch interaktive 360° Panoramen in der HDR Technik können sich Besucher frei im virtuellen Raum umsehen und durch das Gelände navigieren. Die High Dynamic Range (HDR) Aufnahmetechnik ermöglicht in diesem Zusammenhang hochkontrastreiche und noch nie zuvor gezeigte Bilder aus der Maxhütte.

 

Seit dem Start Anfang März 2012 entwickelte sich die Website stetig weiter. Sie basiert nun auf dem modernen Content-Management-System Typo3. Dies ermöglicht auf Grund der wachsenden Menge an Panoramen eine leichte und schnelle Verwaltung der Website. Die Arbeiten an maxhütte360 werden kontinuierlich fortgesetzt, um in absehbarer Zeit ein komplett virtuelles Industriedenkmal "Maxhütte" zu schaffen.

Interaktive HDR Panoramafotografie

Obwohl die gedruckte Panoramafotografie nun schon seit vielen Jahren existiert, erfreut sie sich in der heutigen Zeit erst mit dem Aufkommen moderner Webtechnologien und der damit verbundenen Interaktivität, neuer werdender Beliebtheit.


Die Abschlussarbeit mit dem daraus entstandenen Projekt maxhütte360 soll dem Betrachter die interaktive Panoramafotografie an Hand aktueller (Foto-)Technik durch das Medium Internet näher bringen. Denn gerade in interaktiven Panoramen kann sich der Besucher nun erstmals scheinbar in Echtzeit in einem virtuellen Raum bewegen, umsehen und interagieren. Dadurch nimmt man viel intensiver und bewusster eine Szenerie wahr, als es vorher auf einem gedruckten (Panorama-)Foto der Fall war.

 

Die Panoramafotografie besteht wie keine andere Form der Fotografie dadurch, dass die eigentliche Sichtbarmachung des Gezeigten erst durch zahlreiche Montagearbeiten am Computer entsteht. Durch eine Vielzahl, in sich logisch verzahnter Arbeitsprozesse werden die ursprünglichen Einzelbilder zu einem interaktiven Breitbild-Panorama für das Internet vorbereitet. Dabei hilft die HDR-Technik (High Dynamic Range) während der Aufnahme schwierige Lichtsituationen zu meistern und die im Entstehungsprozess befindliche HTML5 Technik die interaktiven Panoramen unabhängig von Flash auf unterschiedlichen Geräten darzustellen. Gerade mobile Endgeräte spielen hier eine wichtige Rolle. Die Arbeit legt einen möglichen Arbeitsablauf dar, um die obigen Techniken sinnvoll und zeitgemäß einzusetzen. Daneben werden die Konzeption und das Design eines Markenauftrittes, die Gestaltung einer Website, sowie die Umsetzung mittels HTML, CSS und JavaScript praktisch angewendet.

Schauplatz Maxhütte Sulzbach-Rosenberg

Ort der Fotoaufnahmen ist die Maxhütte Sulzbach-Rosenberg. Das stillgelegte Stahlwerk ist vielen Leuten in der Oberpfalz, aber auch dem Rest von Bayern nach wie vor ein wichtiger Begriff. Die traditionsreiche Industrieanlage blickt auf eine mehr als 160 Jährige Geschichte zurück. Dabei waren zur Blütezeit bis zu 9000 Mitarbeiter aktiv beschäftigt. Durch mehrere Konkurse wurde die Maxhütte 2002 endgültig geschlossen und weite Teile der Anlage liegen seitdem brach. Scheinbar surreal liegt sie mitten in Sulzbach-Rosenberg und Tag für Tag fahren hunderte Leute vorbei, ohne genau zu wissen, wie es innendrin eigentlich aktuell aussieht. Nach dem ersten Betreten der Anlage durch eine Studienarbeit Ende 2010, stand schnell fest, dass ein riesiges Gebilde wie die Maxhütte nur schwer mit einzelnen Bildern als Ganzes verstanden und festgehalten werden kann.

 

Die daraus entstandene Faszination soll deshalb an Hand interaktiver Rundumsichten einem breiten Publikum näher gebracht werden. Das Medium Internet gewährleistet dabei eine schnelle Verbreitung. So kann jeder von zu Hause aus Teile der Anlage erkunden und sich an vergangene Tage zurückerinnern. Durch dieses Projekt soll der Grundstein für eine öffentlich kulturelle Nutzung entstehen, die das Interesse zu diesem Objekt weiter fördert. Letztendlich kann so aufgezeigt werden, welche Geheimnisse, aber auch welches Potential auch heute noch in der Maxhütte schlummern.

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