Chronik der Maxhütte

Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Edith Zimmermann, Leiterin des Stadtmuseums Sulzbach-Rosenberg.

1851 Die belgische Firma T. Michiels, Goffard & Cie. beschließt in der Oberpfalz ein Schienenwalzwerk anzulegen.
1852 Im Sauforst von Burglengenfeld wird die Eisenbahnschienenfabrik“ errichtet und in Betrieb gesetzt.
1853

Aus der Fabrik geht die „Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte“ mit ihrem Stammwerk in Haidhof hervor. Ihren Namen erhielt sie von dem bayerischen König Maximilian II.

1859 Schaffung einer eigenen Erzbasis durch den Kauf von Erzfeldern bei Sulzbach
1863 Gründung der „Maximilianshütte“ in Rosenberg
1864

Anblasen des ersten Kokshochofens in Rosenberg, der Keimzelle des heutigen Hauptwerkes. Anfangs wurden die in den Sulzbacher Gruben geförderten Erze mit Pferdegespann zu den Rosenberger Hochöfen transportiert.

1872 Baubeginn des Werkes Unterwellenborn in Thüringen
1877 Kauf von Erzfeldern im Revier Auerbach
1883

Das Eisenerz gelangt nun in Gondeln der Drahtseilbahn zur Maxhütte, die es über die Dächer und Straßen hinweg führte.

1889

Inbetriebnahme des Thomas-Stahlwerkes in Rosenberg

1892 Umzug der Hauptverwaltung von Haidhof nach Rosenberg
1921

Erwerb der Aktien-Mehrheit durch die Familie Röchling

1929/30

Erwerb des Röchling-Aktienbesitzes und der in Belgien liegenden Geschäftsanteile durch Friedrich Flick

1945 Verlust der thüringischen Eisenerzgruben und der thüringischen und sächsischen Werke im damaligen Hauptabsatzgebiet
1951 Übernahme von 26 % der MH-Geschäftsanteile durch den bayerischen Staat im Zuge der Entflechtung der deutschen Montanindustrie
1954 Inbetriebnahme des MH-Rohrwerks
1955 Die Maxhütte gehört wieder 100 % ig zur Flickgruppe
1956

Bezug von Schweden-Erzen zuzüglich zum Sulzbacher, Auerbacher Erz

1962 Inbetriebnahme des Kaltwalzwerkes Haidhof
1968

Inbetriebnahme des ersten OBM-Konverters im Stahlwerk

1969 Bezug von Brasil-Erzen zuzüglich zum Sulzbacher und Auerbacher Erz
1979 Umstellung des Thomasstahlwerkes auf das OBM-Verfahren
1970/71

Umstrukturierung des Werkes Haidhof durch kontinuierliche Stab- und Betonstahlstraßen, Konzentration der Stahlproduktion auf Rosenberg

1970 Inbetriebnahme der Bandverzinkungsanlage Salzgitter
1974/77 Umbau des OBM-Stahlwerkes Rosenberg
1.10.1976

Verkauf Fronberg an die Luitpold-Hütte

1977 Erwerb der Mehrheit der MH-Geschäftsanteile durch die Klöckner-Werke AG
1978 Konzentration des Bergbaus auf den Leonie-Schacht bei Auerbach
1979

Die Maxhütte gehört fast 100 % ig zur Klöckner-Werke AG

1980 Entwicklung des KMS-Verfahrens (Klöckner-Maxhütte-Stahl)
1981 Stillegung des E-Ofens
1983/84 Inbetriebnahme Vorblock-Stranggießanlage, Hubbalkenofen, neue Adjustage für Halbzeug und Einrichtungen für die Ringfertigung; Modernisierung der schweren Profilstraße; Stillegung von Gießgruben, Tieföfen und zwei Profilstraßen (Mitteleisenstraßen)
1.01.1984

15 % ige Beteiligung der Eschweiler Bergwerks-Verein AG am Stammkapital der Maxhütte durch Einbringung der Eschweiler Hüttenbetriebe

1.07.1984 49 % ige Beteiligung der MH am Salmax/Salzgitter-Drütte durch Einbringung der Eschweiler Hüttenbetriebe
30.09.1985

Verkauf des Kaltwalzwerkes in Haidhof

16.04.1987

1. Konkurs der Maxhütte Weiterführung des Betriebes durch Maxhütte i. K.

11.05.1987

Schließung der Grube Leonie in Auerbach

30.06.1990 Stillegung des Werkes Maxhütte-Haidhof
1.07.1990 Start der NMH Stahlwerke GmbH und Rohrwerk Neue Maxhütte GmbH in Rosenberg
6.11.1998 2. Konkurs der Maxhütte; Weiterführung des Betriebes durch die NMH i. K.
2001 Das Rohrwerk wird Betriebsstelle der ARI-Baustahl GmbH
2002

Schließung der Maxhütte (Einstellung der Produktion am 24. September 2002). Fortführung des Konkursverfahrens.

2003 Die Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungs GmbH übernimmt das Areal
11.02.2003 Versteigerung der Ausstattung, Maschinen und Anlagen der Maxhütte durch die Fa. Angermann & Lüders (für 4,2 Mio. Euro an das Rohrwerk), unter Vorbehalt des Denkmalschutzes
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